Astrid Fritscher

Die weibliche Sprintszene Hessens in den 80er Jahren beherrschte Astrid Fritscher (verh. Schulze Icking). Über 100 Meter erkämpfte sie im Trikot von VfL/SSG Bensheim mehrere Hessenmeisterschaften sowohl bei der weiblichen Jugend A als auch bei den Frauen.
Ihr größter Erfolg war der Gewinn der Bronzemedaille mit 11,81 Sekunden über 100 Meter bei den deutschen A-Jugendmeisterschaften 1985 in Berlin knapp hinter Gabi Lippe (11,77) und Susanne Knaupp (11,79). "Zwei Meter weiter und der Sieg wäre ihr sicher gewesen," erinnert sich Trainer Rainer Hartmann: "Ihr Manko war der Start".
Auf Grund ihrer hervorragenden Leistung wurde sie für die Junioren-Europameisterschaften über 100 Meter in Cottbus nominiert. "Das folgende Werben des USC Mainz um Astrid konnte damals erfolgreich abgewendet werden - Dank auch Lutz Nebenthals, der das Sponsoring bei VfL und SSG in Schwung brachte. Astrid war damit auch `Auslöser´ des damaligen Aufschwungs der Bensheimer Leichtathletik, die ihre Höhepunkte mit den Sportfesten `Spitzenklasse in Bensheim´ hatte." stellt Rainer Hartmann die überragende Stellung von Astrid Fritscher für die Bensheimer Leichtathletik heraus.
Sie hält die Kreisrekorde und demnach auch VfL/SSG-Rekorde über 100 Meter bei der weiblichen Jugend B sowie über 100 und 200 Meter bei der weiblichen Jugend A und den Frauen.In der Staffel hatte sie erheblichen Anteil an den überragenden Erfolgen der 4 x 100 Meter Frauen-Vereinsstaffel:

1986: 46,74 Sek. (Kreisrekord) Beate Faltenbacher - Ulrike Becker - Astrid Fritscher - Silke Bormuth
1987: 48,03 Sek. Jessica Sachse - Beate Faltenbacher - Astrid Fritscher - Silke Bormuth
1988: 46,86 Sek. Silke Bormuth - Elke Wittke - Astrid Fritscher - Susanne Schmid
1989: 47,86 Sek. Silke Bormuth - Elke Wittke - Astrid Fritscher - Anni Baumann

Bild zeigt die drei Erstplatzierten über 100 Meter bei den Deutschen Jugendmeisterschaften in Berlin: Von links: Susanne Knaupp, Gabi Lippe und Astrid Fritscher.